Bernd BielenMeine persönliche Sicht.

Et es, wie et es.

Ein Rheinländer über Verantwortung im Betrieb.

Man kann seine Verantwortung ernst nehmen, ohne dabei bierernst zu werden.

Zu den elf Artikeln
Bernd Bielen
Bernd BielenRheinländer im Herzen. Im Norden zu Hause.

PERSÖNLICH. FACHLICH. RHEINISCH.

Klartext hilft.
Humor auch.

Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit für die folgenden elf Artikel.

Bernd Bielen – Rheinländer im Herzen, im Norden zu Hause und bei It’s Business Time (IBT) der Kopf hinter LIEFAIRKETTE® 360. Ich bringe Ordnung in Lieferketten, Nachweise und Vorschriften – und kümmere mich um die fachlichen Fragen, während die Betriebe ihrem Handwerk nachgehen. Ich verbinde Fachwissen mit Klartext, persönlicher Begleitung und der Überzeugung: Man kann seine Verantwortung ernst nehmen, ohne dabei bierernst zu werden.

Aktueller Anlass ist die EU-Entwaldungsverordnung, kurz EUDR (EU Deforestation Regulation). Ihre Verschiebungen und Vereinfachungen sorgen für Gesprächsstoff – und offenbar gelegentlich für die Hoffnung, damit sei das Thema erledigt. Dabei bleiben die jeweils geltenden gesetzlichen Pflichten bestehen. Hinzu kommen die Anforderungen von Kunden, öffentlichen Auftraggebern und nachhaltigen Bauprojekten.

In meinem Arbeitsalltag begegnen mir deshalb immer wieder dieselben Fragen: „Muss man das wirklich einhalten?“, „Brauchen wir diese Nachweise überhaupt?“ und „Was bringt uns das alles?“ Daraus werden mitunter ausdauernde Diskussionen – als hätte ich die Vorschriften persönlich erfunden. 😉

Dabei entscheidet jeder Betriebsinhaber und Unternehmer selbst, wie er seinen Betrieb führt. Welche gesetzlichen Pflichten gelten, steht allerdings nicht zur freien Wahl. Die Verantwortung für den eigenen Umgang damit bleibt beim Betrieb.

Als gebürtiger Rheinländer bin ich auch nach meinem Umzug in den Norden im Herzen einer geblieben. Ich lebe das Kölsche Grundgesetz: Es bringt einen mit Gelassenheit, gesundem Menschenverstand und dem notwendigen Humor durchs Leben.

Das Kölsche Grundgesetz ist kein offizielles Gesetzbuch, sondern eine Sammlung rheinischer Lebensweisheiten. Bekannt gemacht hat diese unter anderem der Kabarettist Konrad Beikircher mit seinem Buch „Et kütt wie et kütt – Das Rheinische Grundgesetz“. Die elf Artikel stehen für Zuversicht, Offenheit, kritisches Hinterfragen, Geselligkeit und die Fähigkeit, sich selbst nicht immer ganz so wichtig zu nehmen.

Gerade dort, wo Vorschriften, Nachweise und Formalitäten den Alltag bestimmen, helfen Lebensweisheit, Gelassenheit und Humor. Sie machen die Anforderungen nicht weniger verbindlich – aber den Umgang damit oft leichter.

Meine Aufgabe ist es, Anforderungen verständlich einzuordnen, fachlich fundierte Lösungen anzubieten und mich um die vereinbarte Umsetzung zu kümmern. Dazu gehören für mich klares Fachwissen, persönliche Verlässlichkeit und eine ordentliche Portion rheinische Lebensart.

Die Betriebe, denen ich diese Verbindung vermitteln kann, sind mit unserer Zusammenarbeit hochgradig zufrieden. Weil sie wissen, woran sie sind, einen Ansprechpartner haben, der sich kümmert – und bei aller Ernsthaftigkeit auch einmal gemeinsam lachen können.

Deshalb habe ich die elf Artikel auf unseren Arbeitsalltag übertragen. Bei jedem steht zunächst sein ursprünglicher Gedanke, danach folgt meine persönliche Betrachtung zu EUDR, Kundenanforderungen und betrieblichen Nachweisen. Mit einem Augenzwinkern, einer kleinen Spitze hier und da – und einem durchaus ernsten Kern.

Denn Verantwortung lässt sich besser tragen, wenn man dabei das Lachen nicht verliert.

Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit für die folgenden elf Artikel. Ich bin überzeugt: Danach sehen Sie klarer, ob in Ihrem Betrieb etwas zu tun ist – und wenn ja, was. Vielleicht erkennen Sie dabei sogar eine Chance, wo bisher nur Bürokratie stand. 😉

ELF ARTIKEL · EINE HALTUNG

Lebensweisheit trifft Betriebsalltag.

Auf Kölsch. Auf Hochdeutsch. Und mitten aus der Praxis.

„Et es, wie et es.“

Es ist, wie es ist.

Die rheinische Lebensweisheit

Akzeptiere die Tatsachen, auch wenn sie dir nicht gefallen. Vom Hadern allein wird nichts anders.

Im Betriebsalltag

Die EUDR ist verbindliches EU-Recht. Keine freiwillige Zertifizierung wie PEFC oder FSC, sondern eine gesetzliche Verpflichtung für die betroffenen Betriebe.

Nach zweimaliger Verschiebung beginnt ihre Anwendung grundsätzlich am 30. Dezember 2026. Für bestimmte Kleinst- und Kleinbetriebe gilt der 30. Juni 2027; bei kleinen Betrieben mit bereits von der EU-Holzhandelsverordnung EUTR erfassten Produkten bleibt es beim Dezembertermin.

Welche Pflichten den eigenen Betrieb treffen, hängt von seinen Produkten und seiner Rolle in der Lieferkette ab.

Ob einem das gefällt, wird nicht abgefragt. Welche Pflichten den eigenen Betrieb treffen, sollte man allerdings wissen. 😉

„Et kütt, wie et kütt.“

Es kommt, wie es kommt.

Die rheinische Lebensweisheit

Habe keine Angst vor dem, was kommt. Du kannst nicht alles beeinflussen – aber du kannst entscheiden, wie du damit umgehst.

Im Betriebsalltag

Die einen nehmen die Verpflichtung zum Anlass, ihre Nachweise zu ordnen und sich für kommende Kundenanforderungen aufzustellen. Die anderen warten erst einmal ab – in der Hoffnung, dass niemand nachfragt und sie nicht zur Verantwortung gezogen werden.

Gelassenheit ist eine gute Sache. Mit Vorbereitung lässt sie sich allerdings deutlich besser genießen.

Die einen verlassen sich auf ihre Vorbereitung. Die anderen darauf, dass es keinen interessiert. Kann man machen. 😉

„Et hätt noch emmer joot jejange.“

Es ist bisher noch immer gut gegangen.

Die rheinische Lebensweisheit

Bewahre Zuversicht, auch wenn es schwierig wird.

Im Betriebsalltag

„Das hat bisher noch keiner kontrolliert!“ Dass die neuen EUDR-Pflichten bisher noch nicht angewendet werden, überrascht nicht: Für die bereits von der EUTR erfassten Holzprodukte geht es grundsätzlich am 30. Dezember 2026 los. Die bisherigen EUTR-Pflichten gelten bis dahin weiter.

Dass vor dem Anpfiff noch keiner wegen Abseits gepfiffen hat, ist allerdings kein Beweis dafür, dass die Regel nicht gilt. 😉

„Wat fott es, es fott.“

Was weg ist, ist weg.

Die rheinische Lebensweisheit

Trauere dem Vergangenen nicht endlos nach.

Im Betriebsalltag

Wer sich jetzt und auf Dauer nicht um die geforderten Nachweise kümmert, überlässt anderen das Spielfeld. Die sind vorbereitet, beantworten die Fragen der Auftraggeber – und holen sich die Aufträge.

Kann man machen. Nur sollte man sich hinterher nicht wundern, wenn der fehlende Nachweis über den Auftrag entscheidet. 😉

„Et bliev nix, wie et wor.“

Es bleibt nichts, wie es war.

Die rheinische Lebensweisheit

Bleibe offen für Veränderungen.

Im Betriebsalltag

Die Zeiten ändern sich gewaltig. Betriebe müssen heute nicht nur gute Arbeit liefern, sondern auch Anforderungen verstehen, Nachweise bereithalten und den Bürokratiedschungel meistern.

Dafür spielen wir im Team: Sie bringen Ihr Handwerk aufs Feld. Wir behalten die Anforderungen im Blick, ordnen die Nachweise und übernehmen die fachlichen Rückfragen. Damit der Spielfluss stimmt – und am Ende auch das Ergebnis. 😉

„Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.“

Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, weg damit.

Die rheinische Lebensweisheit

Prüfe Neues kritisch – nicht jede Neuerung ist sinnvoll.

Im Betriebsalltag

Die einfachste Art, Verantwortung loszuwerden: erklären, dass man das alles nicht braucht. Nur richten sich gesetzliche Pflichten und Kundenanforderungen nicht nach der eigenen Einschätzung. Die EU setzt den rechtlichen Rahmen; Auftraggeber legen fest, welche Nachweise sie für ihre Aufträge verlangen.

„Bruche mer nit“ kann man sagen. „Dann beauftragen wir jemand anderen“ allerdings auch. 😉

„Wat wells de maache?“

Was willst du machen?

Die rheinische Lebensweisheit

Nimm hin, was du nicht ändern kannst. Wie du damit umgehst, entscheidest du selbst.

Im Betriebsalltag

Sie entscheiden: Nehmen Sie die Herausforderung an und machen Sie sich bereit für die Anforderungen Ihrer Auftraggeber – oder lassen Sie es und hoffen, dass die Aufträge trotzdem kommen.

Vorschriften nerven. Vorsprung nicht. 😉

„Maach et joot, ävver nit zo off.“

Mach es gut, aber nicht zu oft.

Die rheinische Lebensweisheit

Halte Maß: Gut machen heißt nicht ständig wiederholen.

Im Betriebsalltag

Für jede neue Anforderung wieder bei null anfangen? Besser eine klare Vorgehensweise etablieren und darauf aufbauen. Deshalb führen wir mit LIEFAIRKETTE® 360 die Nachweisführung für EUDR, PEFC und weitere vereinbarte Anforderungen in einer gemeinsamen Anwendung zusammen.

Einmal geordnet aufstellen. Laufend aktuell halten. Sie wechseln ja auch nicht nach jedem Ballkontakt die Taktik. 😉

„Wat soll dä Kwatsch?“

Was soll der Quatsch?

Die rheinische Lebensweisheit

Hinterfrage, ob etwas sinnvoll ist.

Im Betriebsalltag

Man kann Vorschriften und Nachweisanforderungen für Quatsch halten. Das ändert allerdings nichts an den Fakten: Gesetzliche Pflichten gelten, und Auftraggeber stellen ihre Anforderungen.

Sie müssen das nicht gut finden. Ihr Kunde muss Ihre Meinung allerdings auch nicht teilen. 😉

„Drinks de ejne met?“

Trinkst du einen mit?

Die rheinische Lebensweisheit

Lade andere ein und pflege das Miteinander.

Im Betriebsalltag

In Köln ist das eine Einladung, dazuzukommen, sich auszutauschen und miteinander zu teilen. Genau so laden wir Betriebe zu LIEFAIRKETTE® 360 ein: Wir bringen unser Fachwissen ein, Sie Ihre betriebliche Erfahrung. Gemeinsam organisieren wir die Umsetzung.

Sie müssen nicht alles allein wissen und erledigen. Dafür sind wir als Team da. Und beim Kölsch bin ich selbstverständlich dabei. 😉

„Do laachs de disch kapott.“

Da lachst du dich kaputt.

Die rheinische Lebensweisheit

Bewahre deinen Humor und nimm dich selbst nicht zu wichtig.

Im Betriebsalltag

Erst sieht man nur Vorschriften, Aufwand und Bürokratie. Dann bringt man gemeinsam Ordnung hinein – und merkt: Mit einer klaren Vorgehensweise und dem richtigen Team ist vieles einfacher als gedacht.

Wer vor lauter Meckern die Chancen übersieht, lässt sie anderen. Wer sie nutzt, hat am Ende gut lachen. 😉

GENUG GEREDET.

Vorschriften nerven.
Vorsprung nicht.

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